Deutsches Rotes Kreuz eröffnet Wanderausstellung zum Humanitären Völkerrecht

May 18, 2018

 

 

Henry Dunant, Mitbegründer des Roten Kreuzes, ist im Jahr 1859 Zeuge einer unbarmherzigen Schlacht, die über 40.000 Opfer forderte. Die verletzten Soldatenwurden gnadenlos zurückgelassen, viele von ihnen starben qualvoll. Der Schweizer reagiert mit einer konsequenten, humanitären Initiative: Schutz und Pflege für verwundete Soldaten auf dem Schlachtfeld. Immer und überall.

Aus dieser Idee entstand 1864 ein internationales Abkommen, das in der vierten Fassungen heute noch Bestand hat: Die Genfer Konventionen. Sie enthalten die wichtigsten Regelungen des Humanitären Völkerrechtes. Mittlerweile umfasst der Schutz neben Soldaten im Feld und auf See auch Kriegsgefangene, Sanitätspersonal und Zivilbevölkerung in Kriegszeiten.

Mit einer Wanderausstellung will das Deutsche Rote Kreuz Flensburg‐Stadt überhistorische Hintergründe und vor allem über die aktuelle Bedeutung dieses Themas informieren und aufmerksam machen. Großformatige Plakate undAusstellungsstücke des Museums für Rotkreuzgeschichte Pinneberg setzen dies bildreich und anschaulich um. Mit QR‐Codes lassen sich weiterführende Inhalte schnell und einfach abrufen. Erste Station ist das Einkaufscentrum Citti‐Park Flensburg.

„Das Rote Kreuz versteht sich als Hüter und Förderer des Humanitären Völkerrechts“, betont Frauke Tengler, Vizepräsidentin des DRK‐Landesverbandes Schleswig‐Holstein zur Eröffnung. Das sei heute mehr denn je notwendig: Auf denaktuellen Kriegsschauplätzen dieser Welt werden Menschenrechtsverletzungen immer gravierender. „Selbst Krankenwagen, Lebensmitteltransporte und Rotkreuz‐Einsatzkräfte sind immer öfter das Ziel von Angriffen“, bestätigt Landeskonventionsbeauftragter Henning Thomsen.

Dem DRK‐Team für Konventionsarbeit gehören in Schleswig‐Holstein insgesamt zwölf Mitarbeiter an – die meisten von ihnen sind wie Sören Kühl vom DRK Flensburg‐Stadt ehrenamtlich tätig: „Wir werden am 18. Mai von 10 bis 16 Uhr auchpersönlich vor Ort sein, um den Besuchern Fragen zu beantworten und über unsere

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Arbeit zu informieren.“ Auch Gruppenführungen sind möglich. Wissenswert sei die Ausstellung auch für Schüler ab 16 Jahren, ergänzt Paul Herholz vom Landesverband. Der Referent für Konventionsarbeit ist maßgeblich mit an der Konzeption und Umsetzung beteiligt, er kennt viele wissenswerte Details und Hintergründe. Zum Beispiel was es mit der historischen Verwundeten‐Trage, dem DRK‐Schutzzeichen oder der Krankenschwester samt Kind im ,Gasjäckchen‘ auf sich hat: „Zu Zeiten des ersten Weltkrieges hat man damit an Polio erkrankten Kindern das Atmen erleichtert.“

Noch bis zum 25. Mai ist die Ausstellung in der Mall der Citti‐Parks zu besichtigen. „Wir freuen uns sehr, dass Centermanager Jörg Barth die Fläche kostenlos zur Verfügung gestellt hat“, bedankt sich Dr. Christina von Wedelstaedt in ihrer Eröffnungsrede. Die Vorsitzende des DRK Kreisverbands Flensburg‐Stadt sieht hierin auch eine gute Gelegenheit, einem größeren Publikum den humanitären Grundgedanken der unparteilichen und überkonfessionellen Rotkreuz‐Arbeit näher zu bringen.

 

DRK‐Ausstellung zum Humanitären Völkerrecht
14. bis 25. Mai im Citti‐Park Flensburg
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 9.00 bis 20.00 Uhr

 

Ihr Kontakt (auch für Gruppenbesichtigungen):
Deutsches Rotes Kreuz ‐ Geschäftsstelle Kreisverband Flensburg‐Stadt e.V. Valentinerhof 29 ‐ 24941 Flensburg
Telefon: +49 (0)461 ‐ 43 09 14 – 10
E‐Mail: m.harasim@drk‐flensburg.de

 

 

 

Bild: Sie eröffneten die Ausstellung: Konventionsbeauftragter Henning Thomsen, Vizepräsidentin Frauke Tengler (beide DRK Landesverband), Vorsitzende Dr. Christina von Wedelstaedt und Konventionsbeauftragter Sören Kühl (beide DRK Flensburg‐Stadt). (v.l.n.r.)

 

Fotos: Anett Brillat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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